10.12.2010: Zur Adventszeit gehört für mich selbstverständlich die Advents- und Weihnachtsmusik. Heute Abend war ein besonderer Abend, denn in Bergen wurde ein Deutsch-britischer Adventsgottesdienst angeboten. Es ging dabei um eine Reise, eine Reise in eine vielleicht unbekannte Zukunft, was die britischen Soldaten angeht, ein Teil bereitet sich auf einen Einsatz in Afghanistan vor; wieder andere werden in absehbarer Zeit Bergen verlassen. Im Gottesdienst spielte die “Light Cavalry Band” auf. Bekannte englische Adventslieder waren dabei: “O come, all ye faithfull”, “O little town of Bethlehem” und “Hark the Angels sing …” Mir fiel dabei auf, da wir ein Textblatt hatten, wie oft da von Anerkennung und Lob für Christus die Rede ist. Scheint mir eine Art Ehrentitel oder so für Jesus zu sein. “Prince of Peace” ist noch so ein Ehrentitel, scheint mir. Hmmm, der Friedensprinz und die Soldaten? Denn die waren auch vertreten. Ich frage mich, wie die das klein kriegen, mit Frieden und Üben für einen Einsatz im Ausland? Oder gibt es keinen Frieden ohne eintreten dafür, selbst mit Gewalt? Noch so ein Thema für Weihnachten, wenn ich meinen Schwager besuche. Wie lebt man denn als Christ und Soldat? Kann man, muss man das trennen? Ich werde meinen Schwager mal lieber vorwarnen. Frieden und Gewalt, Freude und Leid, da werden wir einiges unterm Tannenbaum zu besprechen haben. Eins fiel mir aber auch auf: Mit welcher Begeisterung die Kinder der Montgomery-Schule sangen, und, da ich auf der Empore saß: Ein Soldat hatte eine Bibel bei sich liegen, aus der er dann auch vorlas, und zwar die Weihnachtsgeschichte. Aber mit welchem Respekt er die Bibel vor sich auf die Ablage legte und mit zum Vorlesen nahm, hat mich erstaunt. Es scheint, als habe meine Schwester recht: Die Bibel ist ein heiliges Buch. Man behandelt dieses Buch mit Respekt.



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Zu Epheser 5,8